Checkliste für Zweifelsfälle

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Checkliste für die Zweifelsfälle

Im Zweifel gegen das Angebot entscheiden. 


Unsicherheit oder ein komisches Gefühl bei einem Angebot im Internet? Dann gibt es nur eins: lieber Hände weg!

Persönliche Daten sparsam rausgeben.

Jede Frage nach den persönlichen Daten des Nutzers sollte als Warnhinweis dienen und Fragen aufwerfen: Will ich diese Informationen über mich überhaupt preisgeben? Wofür werden meine Angaben eigentlich benötigt? Was wird der Betreiber der Website mit meinen persönlichen Daten machen?

Informationen über Anbieter im Internet einholen.

Wenn man doch ohnehin schon online ist: den Namen des Anbieters und der Internetseite in eine Suchmaschine eingeben. Vielleicht hat schon der ein oder andere seine Erfahrungen mit dem fraglichen Unternehmen gemacht und diese veröffentlicht.  Doch aufgepasst: Selbst wenn es im Internet keine negativen Berichte gibt, heißt das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist. Umgekehrt ist aber auch nicht jede einzelne negative Bewertung ein Beweis für fehlende Seriosität. Sie sollte jedoch zur Vorsicht mahnen.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) lesen. 

Wer sich die Mühe macht, das „Kleingedruckte“ durchzulesen, kann Gewissheit über die Kosten erhalten. Häufig verstecken die Betreiber von Kostenfallen die Preise in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Allerdings gibt es Gerichtsrteile, in denen die Preisangabe nur in den AGB als unzulässig erklärt wurde, weil Preise klar und deutlich genannt werden müssen. Deshalb wird in den allermeisten Fällen der Betreiber mit einer Klage vor Gericht scheitern. Doch wie immer ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste: also Hände weg, wenn in den AGB Geld verlangt wird!

Screenshot anfertigen.

Manche Anbieter verwenden unterschiedliche Einstiegsseiten: die eine mit deutlicher Preisangabe, die andere ohne. Wenn Sie sich also unsicher sind, sollte die Situation auf der Website  vorsichtshalber festgehalten werden. Hierfür genügt es, zur Beweissicherung einen Bildschirmausdruck („ Screenshot“) anzufertigen.
Und so einfach geht es: Drücken Sie die Taste "Druck" oder "Print Screen" auf der Tastatur. Windows erzeugt dabei ein Screenshot, der in der Zwischenablage gespeichert wird. Um den Screenshot anzusehen, müssen Sie das gespeicherte Bild entweder in "Word" oder in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen.  So besteht für den Kunden die Möglichkeit, nachträglich die genauen Einzelheiten und Umstände der Vereinbarung zu beweisen.

Blick ins Impressum werfen.

Um zu erfahren, wer hinter einer Website steckt, hilft das Impressum meist weiter. Denn jeder Gewerbetreibende ist verpflichtet, sich dort zu erkennen zu geben: Einzelpersonen müssen ihren Familien- und Vornamen und ihre vollständige Postanschrift nennen, d.h. Postleitzahl,  Ort,  Straße, Hausnummer. Die Anschrift des Postfachs ist übrigens nicht ausreichend. Und damit ein Kunde schnell und einfach mit dem Anbieter in Kontakt treten kann, sind auch eine Email-Adresse oder Telefonnummer zu nennen. 
Bei Firmen ist es im Prinzip nicht anders: Zusätzlich muss hier auch noch der Mensch mit vollem Namen aufgeführt werden, der für das Unternehmen verantwortlich ist. 

Wer es ganz genau wissen möchte und sich auch mit den noch weiter gehenden Verpflichtungen vertraut machen möchte, findet zusätzliche  Informationen beim Bundesministerium der Justiz. Allgemeine Hinweise zur Impressumspflicht (pdf)

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Betreiber einer Website, die sich an Kunden in Deutschland wendet, seinen Geschäftssitz im Ausland nur unter einem Postfach betreibt. Solche Briefkastenfirmen haben in der Regel keinen funktionierenden Geschäftsablauf und dienen eher dem Zweck, die Betreiber geheim zu halten, damit sie nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

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